Sammlung Tillandsia:
Tillandsien (-->Pflegeanleitung)
sammeln und
vermehren wir seit über 40 Jahren. Neben 80 Arten anderer Bromeliengattungen
pflegen wir zur Zeit ca. 520 Tillandsienarten. 380 Arten stammen aus eigener
Aufsammlung in den Ländern -->Mexiko, -->Peru ,
-->Bolivien, -->Argentinien,,
Chile, -->Brasilien
und Ekuador.
Die
Formenvielfalt vieler Arten ist durch Sammelnummer, Fundort, Höhenlage etc.
dokumentiert, und von jeder Standortform werden stets mehrere Klone kultiviert,
um die Blüten mit Samen der selben Population bestäuben
zu können. Da die meisten Arten selbststeril sind, wird auf diese Weise,
abgesehen von der vegetativen Vermehrung, die Nachzucht der einzelnen
Standortformen sichergestellt.
Links : T. usneoides bei Novo
Friburgo, Rio de Janeiro, Brasilien
T. ionantha bei Palos Marias
an der Pazifikküste, Michoacan, Mexiko
Ein besonderer Schwerpunkt
unserer Sammeltätigkeit ist die Untergattung
-->Diaphoranthema .
Die
Pflanzen dieser Untergattung zeichnen sich durch Kleinwüchsigkeit und besondere
Vielgestaltigkeit auch innerhalb der einzelnen Arten aus und eignen sich daher gut
auch für Sammlungen mit beschränktem Platzangebot. Viele von ihnen wachsen
epiphytisch auf Kakteen, sind Trockenheit und Hitze gewöhnt, aber auch
unempfindlich gegen Temperaturen bis nahe an den Gefrierpunkt. Sie eignen
sich zum Beispiel sehr gut, das Erscheinungsbild
von Kakteensammlungen aufzulockern. Allein unsere Sammlung von T.
usneoides umfasst ca. 70 Standortformen.
Es
ist uns ein Anliegen, besonders Arten und Standortformen in
den Sammlungen zu verbreiten, die nur in kleinen Arealen verbreitet
oder sonstwie gefährdet sind, und damit einen Beitrag zur langfristigen Erhaltung
dieser botanischen Kostbarkeiten zu leisten. Pflanzen aus Sämlingsanzucht und vegetativer Vermehrung
stehen von zahlreichen Arten für die Abgabe an Botanische Gärten und
spezialisierte Liebhaber zur Verfügung.
Einen wirksamen, verlässlichen in situ- Schutz
sehen wir in keiner Weise
gewährleistet, da die Zerstörung von Standorten fortschreitet und in vielen
Gebieten eine Klimaveränderung durch großflächige Waldzerstörung zu beobachten
ist. Zusätzlich findet gewerbsmäßiges Absammeln nach wie vor statt, wie
Angebotslisten einzelner amerikanischer Firmen und wiederholte Großimporte von
frisch gesammelten Standortpflanzen, z.B. aus Peru zeigen, Andenkonvention hin oder
her.
Links :T. intermedia auf
der Insel Paqueta, Guerrero, Mexiko
Man bedenke
auch, dass es, um eine Art auszurotten, nicht unbedingt nötig ist, die Pflanzen
selber, zum Beispiel bei Brandrodungen anlässlich der Ausdehnung von Kulturflächen zu vernichten, sondern
dass es bei manchen Arten auch genügen mag, die bestäubenden Insekten,
Fledermäuse, Käfer oder Schmetterlinge durch Agrargifte genügend zu
dezimieren.
Wir
verstehen uns nicht als Händler, da wir aber unsere Pflanzen mit Erfolg pflegen
und unsere Platzverhältnisse beschränkt sind, gibt es immer wieder aus
vegetativer Vermehrung und Samenanzucht Pflanzen, die wir abgeben können. Wir
bitten um Verständnis, dass wir die Pflanzen nicht verschenken können, da in
unserem Klima im Winter geheizt werden muss und die Heranzucht der extrem
langsam wachsenden Pflanzen eine Pflege über Jahre bzw. Jahrzehnte erfordert
(die ältesten Aussaaten sind an die 35 Jahre alt, was bei kommerzieller
gärtnerischer Kultur die Pflanzen eigentlich unbezahlbar machen würde).
-->Liste der Überschusspflanzen
aus unserer Sammlung
Auf
unseren Studienreisen konnten wir einige neue Bromelienarten entdecken und
zum Teil später auch die -->Erstbeschreibungen
erstellen.Außerdem sind einige Arten aus Peru , Bolivien
und Brasilien, die
wir schon lange in der Sammlung pflegen, immer noch
-->unbeschrieben.
T. heteromorpha und T. lymannii auf
Erosionstürmen im Tal des Rio Chancay, 900m, Lambayeque, N - Peru
Viele
Bromelien sind in ihrer Heimat durch Biotopzerstörung akut gefährdet. Das
betrifft vor allem Pflanzen des Nebelwaldes neotropischer Bergwälder und des
atlantischen Regenwaldes Brasiliens, aber auch viele andere, auf Bäumen oder
Säulenkakteen wachsende Epiphyten.
Sogar
Bewohner so karger Standorte, wie es die Paramos und die Puna des
Andenhochlandes sind, sind bedroht, wie zum Beispiel einige Arten aus der -->Gattung Puya.
Puya humilis, südlich der Ortschaft Arani, 2900m,
Cochabamba, Bolivien
Leider verfügen wir
nicht über geeignete Kulturräume, Arten kühler Nebelwälder auf Dauer erfolgreich
zu pflegen und zu vermehren. Es ist beschämend, dass in den reichen
Industrieländern so wenig dazu getan wird, Unwiederbringliches zu bewahren, dass
Botanische Gärten unter Platznot, Personalmangel usw. leiden, während für den
Kommerz in Baumärkten und Gartencentern selbst für Keramiktöpfe und
Plastikblumen beheizte Glashäuser großzügigen Ausmaßes bereitstehen !
Links:
Deutsche
Bromeliengesellschaft: dbg-vorsitz1@dbg-web.de
, http://www.dbg-web.de, dbg-geschaeftsstelle@dbg-web.de,
Redaktion : dbg-redakteur@dbg-web.de
Bromelientauschbörse: MBroetzmann@tillandsia.de, http://www.tillandsia.de/ Privatsammlung Brötzmann, gute Bilddatenbank
Webseite von Andreas Böker: http:/www.tillandsia-web.de/, webmaster@tillandsia-web.de,
Webseite von Wolfgang Salz: www.tillandsia-salz.de (Bildmaterial und periodisch
wechselnder Beitrag
zu verschiedenen Problemen,
vorwiegend zu Tillandsien): Bromwiki
- Die Bromelien Enzyklopädie - Alles Wissenswerte über die Familie der
Ananasfamilie http://www.bromwiki.net/ Bromwiki
Forum: http://www.bromelien.net/index.php?sid=47df89f839fc22bdfef4dfbf64b9cc7b
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Bromelienrunde der
Österreichischen Gartenbaugesellschaft
1220 Wien, Siebeckstraße 14, im
Gebäude des Gartenbaumuseums. außer Juli und August jeden 3.
Montag im Monat, 18 h.
e-mail: oegg@oegg.or.at, http://www.oegg.or.at/ mit
Anfahrtsplan
Programm
für das Frühjahr 201 2
siehe unter -->Termine
Weitere
Veranstaltungen
25.2.-4.3.
intern.Orchideen und Tillandsienschau in Hirschstetten
13. - 15. April 2012:
Raritätenbörse im Botanischen Garten der Universität Wien
e-mail:
Lieselotte.Hromadnik@tillandsia.at
aktualisiert
20. 01. 2012
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